Der Verlag

Liebe Leserin, lieber Leser,

einen Verlag für sein Buchprojekt zu finden ist für einen Neuling schwer. Es gibt eine Unzahl von Autoren, die sich auf dem Buchmarkt tummeln und die Verlage werden mit Manuskripten überhäuft.

Sie können sich also vorstellen, dass ich mich sehr gefreut habe, als mein Konzept zum Südtirolkrimi und das Manuskript zum ersten Band von der Verlagsanstalt ATHESIA in Bozen positiv bewertet worden sind. Das war im Sommer 2007.

Der Weg vom Manuskript bis zur Buchpräsentation am 31.03.2010 hat ganze 2 ½ Jahre gedauert. Auf diesem Weg wird man als Autor vom Verlag begleitet. Dabei kommt es – wie immer im Leben – auf die Menschen an, die einen „an die Hand nehmen und führen“.

Die Krimis erscheinen bei Spectrum, der Marke für die Programmschiene Belletristik und Kinderbuch bei der Verlagsanstalt Athesia AG, Bozen.

Astrid Fleischmann ist dort unter anderem für die Sparte Belletristik verantwortlich.

„Bücher machen“ ist ihr Beruf und ihre Berufung. Und was ein Verlag aus einem Manuskript machen kann­, habe ich hautnah erlebt. So habe ich einiges lernen müssen. In Südtirol ist manches anders - oder heißt dort anders. Das Wort „Schlagläden“ ist dort zum Beispiel nicht gebräuchlich. Dort heißen die außen neben den Fenstern angebrachten, meist hölzernen Schattenspender, „Jalousien“. Dies nur als ein Beispiel für viele kleine Hinweise, die mich auf dem Weg zum Buch begleitet haben. Eine der kniffligsten Fragen ist die Frage nach dem passenden Buchtitel. So einfach es mir fällt, einen Plot zu erfinden, so schwer tue ich mich mit der Titelfindung. Dabei ist der Titel sehr wichtig. Neben der Gestaltung des Einbandes (hervorragend von der verlagsinternen Grafikerin Marion Prossliner gelöst) ist der Titel eines Buches mit entscheidend dafür, ob Sie liebe Leserin, lieber Leser, das Buch in die Hand nehmen, um darin zu blättern. Einband, Titel und Klappentexte entscheiden dann darüber, ob Sie das Buch auch kaufen. So geht es mir, so geht es Ihnen.

Jedenfalls war die Wahl des Titels ein Gemeinschaftswerk vom Autor, seiner Frau und Astrid Fleischmann. Von „3 Morde, 1 Motiv“ über „Das Summen der Bienen“ bis hin zum „Bienenvolk und Dorfgemeinde“ war vieles mit dabei. Letztendlich haben wir uns auf „abgewandelte Sprichwörter“ festgelegt. Aus „Rache ist süß“ wird „Rache ist honigsüß“ (Band 1). Aus „Liebe macht blind“ wird „Liebe macht zornesblind“ (Band2). Ich sammele jetzt Sprichwörter und schaue, welche für Band 3 passen könnte. Soweit ein kleiner Einblick in die Werkstatt.

Im Verlag zähle ich übrigens mehr Frauen als Männer. Ich weiß nicht, ob das typisch ist für das Verlagswesen. Ich bin da kein FachMann. Als AutorenMann ist das aber nicht unangenehm. Eher angenehm. Aber das ist erst mal nur eine Beobachtung. Ich will damit auch nur dazu überleiten, dass auch das Marketing in Frauenhand ist. Hierfür ist im Verlag Juliane Messner verantwortlich.

Jetzt kennen Sie auch die drei für mich wichtigen Frauen vom ATHESIA-Verlag:

„Buch machen“ : Astrid Fleischmann

„Cover gestalten": Marion Prossliner

„Buch verkaufen“ : Dr. Juliane Messner

Und dann gibt es noch die Frau, die von Seiten des Verlags meine Verträge unterschreibt: „Die Verlagsleiterin“ : Dr. Ingrid Marmsoler

Sie sehen, liebe Leserin, lieber Leser, ich bin in Frauenhand. Und dabei fühle ich mich ganz wohl.