Trogerhof
Da habe ich gewohnt, als ich mein erstes Wochenende in Prissian verbracht habe. Da habe ich Eduard Holzleitner kennen gelernt – wenn Sie den Krimi schon gelesen haben, wissen Sie auch, was es mit ihm auf sich hat. Aber Sie wissen auch, dass er nur erfunden war. Den gab es so nie. Aber den Trogerhof gibt es wirklich. Und seine Menschen. Eine ist als „Statistin“ kurz durch den Krimi gehuscht und hat mir den Bienenstachel aus dem Fuß gezogen. Brigitte Unterholzner – die gibt es wirklich. Sie betreut und verwöhnt die Gäste des Trogerhofs. Mit ihrer Fröhlichkeit und ihrer offenen Art zaubert sie eine Stimmung, wie man sie woanders lange suchen muss. Und das Frühstück ist super! Da wohnt mein Schreiberling immer, wenn er in Prissian ist. Der hat schon bei der Schwiegermutter gewohnt, als Brigitte noch nicht daran dachte, den einen Sohn, Alfred, zu heiraten. Alfred ist Obstbauer, Imker, Fischer, Musiker.... Von ihm hat mein Schreiberling viel über die Bienen erfahren. Und wenn man den großen starken Mann sieht, wie er mit diesen kleinen Lebewesen umgeht, ganz vorsichtig, sehr liebevoll, mit viel Wissen, dann kann man begreifen, dass wir Menschen nur ein Teil des Ganzen sind. Und zwar nicht abgetrennt, sondern mitten drin. Die Bienen spielen im Krimi auch eine Rolle. Lauter echte Wesen – nicht erfunden. Aber die „Bienenforschung“, die war erfunden. Nicht aber die Auswirkung einer allergischen Reaktion. Die war fein recherchiert. Und die Biene ist einfach faszinierend. So ein Bienenvolk hält zusammen, mit klarer Aufgabenteilung, zum Wohl des Volkes. Da denkt keine nur an sich. Im Winter, wenn es naturgegeben kalt wird, muss sich ein Volk warm halten. Das müssen Sie sich so vorstellen, dass das Volk eine dichte Traube bildet, in deren Mitte es warm genug ist. In der Mitte lebt die Königin, die den Fortbestand des Volkes garantiert. Und die Bienen außen an der Traube müssen frieren? Nein! Die sorgen mit ihren Flügelschlägen dafür, dass Wärme entsteht. Und wenn die Außenschicht selber kalt wird, dann wandert sie nach innen, um Wärme zu tanken, die dann die nächste Außenschicht produziert. Und so übersteht ein Bienenvolk die Kälte des Winters. Und im Frühjahr ist Großeinsatz! Besteubung der Blüten! Ohne Bienen kein Obst! Und so hat der Imker in der Kulturlandschaft einen hohen Stellenwert. Und dann der leckere Honig – die Arbeit vieler Völker. Mit der Biene durch das Jahr – ein Imker kann viel erzählen. Also: Honig bekommen Sie auch auf dem Trogerhof.
Jetzt hat mein Schreiberling aber die Sorge, dass Sie sich vielleicht alle gleichzeitig auf dem Trogerhof umsehen wollen. Brauchen Sie aber nicht. Pensionen gibt es in Prissian und Tisens viele. Und die Menschen sind überall sehr nett und den Gästen zugewandt. Das Fremdenverkehrsbüro kann Ihnen leicht helfen, eine passende Unterkunft zu bekommen. Da gibt es viel Auswahl – für jeden Geschmack das Richtige. Die freundliche Damen des Tourismusvereins Tisens/Prissian helfen Ihnen gerne weiter, auch mit Tipps für den Aufenthalt in der schönen Gegend. Und dazu gehören die Dörfer Prissian, Tisens, Gfrill, Grissian, Naraun und Platzers.
Sie erreichen den Tourismusverein unter www.tisensprissian.com .
