Hotel zum Mohren

Man kann drin wohnen und man kann gut essen. Fertig. Wenn man so will, ist es „Das erste Haus am Platze“. Nur klingt das für ein Dorf irgendwie zu großspurig. Aber irgendwie stimmt es schon. Im Mohren ist es halt ein wenig vornehmer, wie in den anderen Restaurants. Die Küchenkünste sind tadellos – seit Jahren. Ich esse immer „Kalbswangerl in Lagrein mit Risotto“. Und vorher... und nachher... Ach, es ist schon alles sehr lecker. Aber das testen Sie besser selber.

Wunderschön ist das Zimmer, das eigentlich den Hausgästen vorbehalten ist. Aber ich schlüpfe da schon mal rein und genieße dort meine Digestif nach dem üppigen Essen. Ein Raum, ausgeschmückt mit handgehobelter und geräucherter Eiche. Der duftet richtig gut. Mit einem tollen Kamin. Mit durchbrochenen Wänden und intelligent integriertem Licht. Und mit Reproduktionen alter Fotos, die auf die Wurzeln der Familie Holzner hinweisen. Und einem steinernen Türbogen, der eine lange Geschichte hat. Fragen Sie danach.

Im Tiefpaterre gibt es eine Stube, in die uraltes Holz von einem fernen Hof verbaut worden ist. Sinn für Tradition und Sinn für den Erhalt von Altem und Bewährtem zeigen sich hier. Und wenn Sie im Sommer auf dem Balkon sitzen, essen und trinken, die laue Luft sie umweht, Ihr Blick auf dem schön erleuchteten Schloss Katzenzungen ruht, dann möchten Sie da nicht mehr weg.